Julia Reus
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Projekt Aussiedlerhöfe
LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Karlstraße 33
48147 Münster
Tel.: (0251) 591-3078
julia.reus[at]lwl.org
Kurzvita
seit April 2026 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte im Projekt „Aussiedlerhöfe“
Oktober 2025 bis März 2026 Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule Berlin
März 2023 bis Februar 2025 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Bayreuth
Oktober 2021 bis November 2021 Junior Research Fellow des Deutschen Historischen Instituts in London
2019–2022 Lehrbeauftragte am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum
Oktober 2018 bis Februar 2023 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum
2013–2020 freie Mitarbeiterin im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V., Dortmund
August 2012 bis August 2019 Projektmitarbeiterin „Edition der Benjamin B. Ferencz-Collection“ an der Professur für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum
Oktober 2011 bis September 2013 Tutorin für das Integrierte Proseminar am Historischen Institut
Oktober 2011 bis März 2013 Tutorin am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum
2011–2018 Studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Zeitgeschichte, Ruhr-Universität Bochum
2010–2018 Studium der Geschichte und der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum
1990 geboren in Aschaffenburg
Arbeitsgebiete
Landwirtschaftsgeschichte
Geschichte der Familie und Verwandtschaft
Sexualitätsgeschichte
Kindheitsgeschichte
Erinnerungskultur und (Nach-)Geschichte des Nationalsozialismus
Veröffentlichungen
Herausgabe von Reihen
Kindheits- und Jugendgeschichte / History of Childhood and Youth, Transcript: Bielefeld 2024ff.
Herausgeberschaften
Lena Jur / Friederike Kind-Kovács / Susanne Quitmann / Julia Reus / Martina Winkler (Hrsg.): Kindheitsgeschichte: Ein Handbuch (= Kindheits- und Jugendgeschichte, Bd. 1), Transcript: Bielefeld Sommer 2026.
Oliver Gaida / Marie-Theres Marx / Julia Reus / Anna Schiff / Jan Waitzmann (Hrsg.): Zwang zur Erziehung. Deviante Jugendliche als institutionalisierte Aufgabe im 20. Jahrhundert, Lit: Münster 2022.
Constantin Goschler / Marcus Böick / Julia Reus (Hrsg.): Kriegsverbrechen, Restitution, Prävention. Aus dem Vorlass von Benjamin B. Ferencz (= Archiv jüdischer Geschichte und Kultur, Bd. 4), Vanderhoeck & Rupprecht: Göttingen 2019.
Aufsätze
Lena Jur /Friederike Kind-Kovács / Susanne Quitmann / Julia Reus / Martina Winkler: Grundfragen und Konzepte, in: dies. (Hrsg.): Kindheitsgeschichte. Ein Handbuch, Transcript: Bielefeld im Sommer 2026.
Frank Henschel / Julia Reus: Heimerziehung und Fürsorgepraxis, in: Lena Jur /Friederike Kind-Kovács / Susanne Quitmann / Julia Reus / Martina Winkler (Hrsg.): Kindheitsgeschichte: Ein Handbuch, Transcript: Bielefeld erscheint im Sommer 2026.
Oliver Gaida / Esther Lehnert / Julia Reus: Sexualisierungen. Akteur*innen und Adressat*innen Sozialer Arbeit von der Weimarer Republik bis in die frühe Bundesrepublik, in: Cornelia Füssenhäuser u. a. (Hrsg.): Geschlechterdimensionen in Geschichte und Geschichtsforschung (zu) Sozialer Arbeit, Beltz Juventa: Weinheim erscheint im Sommer 2026.
„beredtes Zeugnis unseres Verantwortungsbewußtseins“. Städtische Gesundheitspolitik als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in: Christoph Lorke (Hg.): Gütersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt von 1945 bis 2025, Verlag für Regionalgeschichte: Münster 2025, S. 499–522.
Zugehörigkeiten nach dem Krieg: Kinder im Blick des alliierten Kindersuchdienstes, in: Sandra Maß / Anelia Kassabova (Hg.): Kinder in Heimen, L’Homme 34 (2023), S. 79–96.
Oliver Gaida / Marie-Theres Marx / Julia Reus / Anna Schiff / Jan Waitzmann: Zwang zur Erziehung? Eine Einleitung, in: dies. (Hrsg.): Zwang zur Erziehung. Deviante Jugendliche als institutionalisierte Aufgabe im 20. Jahrhundert, Lit: Münster 2022, S. 7–19.
„in sexueller Beziehung wohl schon aufgewacht“. Einblicke in Fürsorgeerziehungsmaßnahmen nach inzestuösen Handlungen in Westfalen-Lippe, in: Oliver Gaida / Marie-Theres Marx / Julia Reus / Anna Schiff / Jan Waitzmann (Hrsg.): Zwang zur Erziehung. Deviante Jugendliche als institutionalisierte Aufgabe im 20. Jahrhundert, Lit: Münster 2022, S. 189–212.
Geteilte Träume? Das Schreiben der ‚dritten Generation’ Ostdeutschlands, in: Anna Krewert / Anna Rehmer (Hrsg): Schreiben in der Dritten Generation, Ch. A. Bachmann: Berlin 2019, S. 133–145.
„Everywhere where human beings are, we can find our children”. On the Organization of the ITS Child Search Branch and its Predecessor, in: Henning Borggräfe u. a. (Hg.): Freilegungen. Rebuilding Lives – Child Survivors and DP Children in the Aftermath of the Holocaust and Forced Labor, Wallstein: Göttingen 2017, S. 41–69.
Rezensionen, Tagungsberichte und kleinere Beiträge
Blogbeitrag: Vernetzen, austauschen, diskutieren: Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises Kindheitsgeschichte, in: Denken ohne Geländer. Der Blog des HAIT, 12.03.2025 (mit Friederike Lena Jur / Kind-Kovács / Susanne Quitmann / Martina Winkler).
Blogbeitrag: Die Risiken der Verwandtschaft, in: Who Cares? Elternschaft im historischen Wandel, 07.11.2024.
Blogbeitrag: Gründungstreffen des Arbeitskreises Kindheitsgeschichte: Rückblick und Ausblick, in: Denken ohne Geländer. Der Blog des HAIT, 06.03.2024 (mit Friederike Lena Jur / Kind-Kovács / Susanne Quitmann / Martina Winkler).
Tagungsbericht: Not Mere Objects: Uncovering Children’s Subjectivities in Migration, in: Bulletin of the German Historical Institute 70 (2022), S. 129–136. Auch erschienen in: H-Soz-Kult, 07.01.2023.
Rezension: Leora Bilsky / Annette Weinke (Hrsg.): Jewish-European Émigré Lawyers. Twentieth Century International Humanitarian Law as Idea and Profession, Göttingen, Wallstein 2021, in: Historische Zeitschrift 315/2 (2022), S. 530–532.
Rezension: Heinritz, Alena: Postkommunistische Schreibweisen. Formen der Darstellung des Kommunismus in Romanen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Heidelberg 2021, in: H-Soz-Kult, 22.08.2022.
Blogbeitrag: A Plea of Humanity to Law. Benjamin B. Ferencz’ langer Weg von Nürnberg nach Den Haag, in: Mimeo, 05.12.2019.
Anzeige der Zwangsversteigerung jüdischen Grundbesitzes im Bochumer Anzeiger, 30. Januar 1942, in: Initiative Nordbahnhof Bochum (Hrsg.): Gedenkort Nordbahnhof, Bochum 2016, S. 21–24.
Rudolf G. Binding und der Nationalsozialismus, in: Stephanie Heimgartner u.a. (Hrsg.): Rudolf G. Binding: Opfergang, Ch. A. Bachmann: Essen 2013, S. 69–71.
Tagungsbericht: Contested Kinship: Towards a Redefinition of Human Relations, 14.–16.03.2019, Göttingen, in: H-Soz-Kult, 17.10.2019 (mit Pia Eiringhaus).
Tagungsbericht: Nach der Befreiung – zur Situation von Überlebenden und Kindern als Displaced Persons. Neue Zugänge in Bildung und Wissenschaft, 30.05.–01.06.2016, Dachau, in: H-Soz-Kult, 10.11.2016.
Tagungsbericht: Ein „Trend“ ohne „Turn“? Neue Perspektiven auf die Organisationsgeschichte, 03.07.2015, Bochum, in: H-Soz-Kult, 11.12.2015 (mit Christopher Kirchberg).
Rezension: Uta Bretschneider: Wolle aus Amerika, in: Neues Archiv sächsischer Geschichte 86 (2015), S. 307–308.
Vorträge
Geschichte(n) über Inzest erzählen. Quellen und Perspektiven. Vortrag in der historisch-kulturwissenschaftliche Werkstatt an der Georg-August-Universität Göttingen am 07.05.2026.
(Sexualisierte) Gewalt und Inzest, Vortrag zum Workshop „(Sexualisierte) Gewalt gegen Frauen“ an der TU Darmstadt am 12. Dezember 2025.
„Recht und Moral sind nicht identisch“. Debatten über Inzest in der Bundesrepublik Deutschland. Vortrag im Forschungskolloquiums für Neuere und Neuste Geschichte von PD Dr. Franziska Rehlinghaus an der Georg-August-Universität Göttingen am 28.11.2024.
„abweisend und kalt“ oder „sittlich verdorben“. „Frauenprobleme“ in der Inzestforschung der Nachkriegszeit. Vortrag zur Konferenz „Nachkriegseuropa der Frauen“ von Dr. Anna Leyrer an der Universität Basel, 06.09.2024.
Who is Ensuring Nuremberg’s Legacy Now? A Paradigm Shift in the Culture of Remembrance. Beiträge zur Podiumsdiskussion zum „Ben Ferencz Memorial Event“ an der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien, 10.04.2024.
„…die blutsmäßige Vaterliebe wecken …“. Verhandlungen sexualisierter Gewalt und Devianz in Fürsorgeakten der frühen Bundesrepublik. Vortrag zur Tagung „Geschlechterdimensionen in Geschichte und Geschichtsforschung (zu) Sozialer Arbeit“ der AG Historische Sozialpädagogik/Soziale Arbeit an der Hochschule RheinMain, 22.02.2024.
“Morally depraved”? Insights in Institutional Childcare after Acts of Incest. Vortrag im Panel “Family, Childhood and Care. Changing Concepts of Normality and Deviance” auf der European Social Science History Conference an der Universität Göteborg, 13.04.2023.
Fürsorgeerziehungsakten als Quelle. Impulsvortrag im digitalen Kolloquium des AK Kindheits-, Jugend- und Familiengeschichte, 17.02.2023.
Familie und Sexualität. Inzestdiskurse in der Bundesrepublik Deutschland. Vortrag im Kolloquium zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts von Prof. Dr. Constantin Goschler und PD Dr. Nina Verheyen an der Ruhr-Universität Bochum, 3.11.2021.
Challenges of belonging. The Allied Child Search after the Second World War. Vortrag zur internationalen Konferenz “Transnational Families and Childhood in Modern History: Perspectives and Challenges” von Prof. Dr. Sandra Maß an der Ruhr-Universität Bochum, 05.09.2021.
Verwandtschaft, Sexualität und Devianz. Inzestdiskurse in der Bundesrepublik Deutschland. Vortrag im interdisziplinären Kolloquium „Familie und Verwandtschaft – Historische und aktuelle Zugänge“ von Prof. Dr. Isabel Heinemann und Prof. Dr. Elisabeth Timm an der Universität Münster, 24.06.2021.
Brave new families? Reproductive Practices Between Medical Progress and Social Imaginings of Family Roles. Vortrag zur internationalen Konferenz “Mother, Father, Child, Health – the History of Reproduction”, 05.06.2021.
„Make Law not War“. Der jüdische Jurist Benjamin B. Ferencz. Beiträge zur Podiumsdiskussion der Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 28.05.2021.
„In sittlicher Beziehung verdorben“ oder ein „Zustand der Bewusstseinsstörung“? Inzestdiskurse in der jungen Bundesrepublik Deutschland. Auftrag zur 2. Jahrestagung des Arbeitskreises Sexualitäten in der Geschichte, 23.04.2021.
Verwandtschaft, Sexualität und Devianz: Inzestdiskurse in der Bundesrepublik Deutschland. Vortrag im Kolloquium des Deutschen Historischen Instituts in London, 13.04.2021.
„In sittlicher Beziehung verdorben“? Fürsorgeerziehung nach Inzestdelikten zwischen Schutz, Zwang und gesellschaftlicher Norm. Vortrag auf der Konferenz „Zwang zur Erziehung“ von Oliver Gaida, Marie-Theres Marx, Julia Reus, Anna Schiff und Jan Waitzmann an der Universität Flensburg, 12.02.2021.
Widernatürliche Unzucht? Inzest-Diskurse und die Aushandlung der Grenzen innerfamiliärer Beziehungen. Vortrag auf der Jahrestagung der DGFE-Sektion Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit an der Leuphana Universität Lüneburg, 24.05.2019.
Prekäre Verwandtschaft. Verhandlungen von Familienkonstellationen nach 1945 am Beispiel von Adoption und Inzest. Vortrag im Kolloquium von Prof. Dr. Constantin Goschler und Prof. Dr. Sandra Maß an der Ruhr-Universität Bochum, 24.04.2019.
“Everywhere where human beings are, we can find our children”. Clarifying the fate of missing children after World War II. Vortrag zum RUB-CUNY Transatlantic Summerworkshop am CUNY-Graduate Center in New York, 02.08.2017.
Benjamin Ferencz oder „The Last Man at Nuremberg“. Bachelorvortrag auf der Absolventenfeier der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. 19.11.2014.
Tagungen und Sektionen
Kolloquium der AG Prae- und Postdocs im AK Kindheitsgeschichte (gemeinsam mit Lena Jur und Susanne Quitmann):
Mütter- und Säuglingsschutz in der Sowjetunion als Biopolitik, 08.08.2025
Girls Education in England, 23.05.2025;
Materielle Kinderkulturen, 13.12.2024;
Who owns the Biography? Narratives, Rights and Sources, 21.06.2024;
Emotionen in der Kindheitsgeschichte, 05.04.2024;
Quo vadis Kindheitsgeschichte?, 15.12.2023;
Radio als Quelle der Kindheitsgeschichte, 30.06.2023;
Akten in der Fürsorgeerziehungsgeschichte, 17.02.2023;
Oral History – Methode und Quellen, 09.12.2022;
Bilder als Quellen, 23.08.2022;
Tagebücher als Quellen, 15. Juni 2022;
Kindheits-, Jugend- und Familiengeschichte: Forschung und Potenziale, 09.03.2022.
Auftakttagung des AK Kindheitsgeschichte auf Schloss Buchenau, 13.–14. November 2024 (gemeinsam mit Lena Jur, Friederike Kind-Kovács, Susanne Quitmann und Martina Winkler).
Wie erinnern? Nationalsozialismus und Rassismus im Lokalen. Öffentliche Ringvorlesung an der Universität Bayreuth, SoSe 2024 (gemeinsam mit Julia Eichenberg, Isabel Heinemann, Marcus Mühlnikel und Astrid Swenson).
Kolloquium des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr an der Universität Duisburg-Essen, 22. April 2022 (gemeinsam mit Alexander Heit und Nina Szidat).
Kolloquium des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr, 9. April 2021 (gemeinsam mit Marcel Schmeer und Nina Szidat).
Zwang zur Erziehung, Konferenz an der Universität Flensburg/digital, 11.–12. Februar 2021 (gemeinsam mit Oliver Gaida, Marie-Theres Marx, Anna Schiff, Jan Waitzmann).
Kolloquium des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr am KWI Essen, 31. Januar 2020 (gemeinsam mit Marcel Schmeer und Nina Szidat).
Mitgliedschaften
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands
Arbeitskreis Kindheitsgeschichte im VHD (Sprecherin)
Arbeitskreis Sexualitäten in der Geschichte
Initiative Nordbahnhof e.V.