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Neuigkeiten aus dem Institut

QUEER MÜNSTER. Eine andere Geschichte der Stadt - Ausstellung in Kooperation des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte mit dem Theater Münster

3. Dezember 2022 bis 4. Januar 2023

In den 1970er und 1980er Jahren war „queer“ noch kein gängiger Begriff in der Homosexuellenbewegung. Die Mehrheit bezeichnete sich als schwul oder lesbisch. Erst seit den 1990er Jahren wurden nicht nur immer mehr trans Personen in der Bewegung sichtbar, sondern setzte sich auch der Begriff „queer“ als Selbstbezeichnung durch.

Die Homosexuellenbewegung der 1970er und 1980er Jahre hat wichtige Grundlagen gelegt für die heutige Queere Community in Münster und steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie wurde entwickelt von den Studierenden des Seminars „Queere Geschichte(n) – Historiographie von Queerness“, das im Sommersemester 2022 an der WWU Münster stattfand. Ein Anlass für dieses Projekt war der 50. Jahrestag der ersten schwul-lesbischen Demonstration in der Bundesrepublik, die lange vor den ersten Christopher Street Days in Deutschland am 29. April 1972 in Münster stattfand. Quellen zur Homosexuellenbewegung Münsters werden erst seit Kurzem gesichert, sodass die Studierenden mit größtenteils noch unbekanntem Material arbeiteten. Durch ihr Engagement und gefördert durch die Stadt Münster ist diese Ausstellung erst möglich geworden.

Nach der Eröffnung im LWL-Museum für Kunst und Kultur wird die Ausstellung nun vom 3. Dezember 2022 bis zum 4. Januar 2023 im Oberen Foyer des Kleinen Hauses zu sehen sein. Sie ist immer ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im Kleinen Haus geöffnet.

Der Flyer zur Ausstellung findet sich hier.

 

Call for Papers für die Tagung: "Eine periphere Region im Wandel. Städte und ländliche Räume in Ostwestfalen seit 1945". Konferenz im Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn.

25. bis 26. Oktober 2023

Einreichungsfrist: 31. Dezember 2022

Urbane, großstädtische Räume und ihre Gesellschaften gelten in der Forschung oft als dynamische Träger sozialer, kultureller, politischer und wirtschaftlicher Fortschrittsentwicklungen. Demgegenüber wird Mittel- und Kleinstädten in der Peripherie sowie dem ländlichen Raum eher provinzielle Rückständigkeit attestiert, die diese Entwicklungen entweder erst mit zeitlicher Verzögerung oder überhaupt nicht adaptieren würden. Die Untersuchung ländlich geprägter Regionen belegt jedoch für die 1970er- und 1980er-Jahre deutlich komplexere Bewegungsprozesse von Beharren, Nachahmen und Anpassen zwischen Zentren und Peripherie.

Ostwestfalen-Lippe (OWL) setzt sich aus mehreren historischen Teilregionen zusammen, die mit ihren Klein-, Mittel- und Großstädten bis heute die regionale Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur auf jeweils unterschiedliche Weise prägen.

Während der Süden und Westen mit dem Paderborner Land und dem Kreis Gütersloh weitgehend katholisch dominiert sind, herrschen Protestantismus und Pietismus in Minden-Ravensberg und Lippe vor, wobei sich heute die konfessionellen Milieus immer weiter auflösen. Im Nordosten Westfalens hat sich seit 1945 eine dichte, hochkomplexe Städtelandschaft auf engem Raum ausgebildet. Zugleich zählt OWL zu den unterschätzten Wirtschaftsregionen der Republik und zudem beeinflusst die periphere Lage im Osten von Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Niedersachsen und Hessen die Selbstwahrnehmung als eine gegenüber anderen Landesteilen benachteiligte Region.

Ziel des Workshops ist, durch systematische Vergleiche neue Perspektiven auf diese Region zu entwickeln und gängige Periodisierungsvorstellungen der Zeitgeschichte zu prüfen und kritisch zu hinterfragen.

Der vollständige Call for Papers findet sich hier.

 

Erschienen: "'Umgekrempelt'. Die kommunale Gebietsreform in Ostwestfalen-Lippe (1966-1975)" von David Merschjohann

"Das ganze Land soll 'umgekrempelt' werden" – so betitelte die Tageszeitung "Die Welt" im Mai 1968 die Pläne zum Gutachten der Sachverständigenkommission des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit dem Abschluss der Gebietsreform veränderte sich die kommunale Landkarte grundlegend: Aus etwa 2.300 selbstständigen Kommunen in Nordrhein-Westfalen wurden im Rahmen der Reform 396 Städte und Gemeinden. Ziel der Reform war es, die Leistungskraft der Verwaltung zu stärken. In seiner Doktorarbeit analysiert David Merschjohann, ob die örtliche Politik und die Bevölkerung ein Mitspracherecht hatten oder ob die Reform im Düsseldorfer Landtag über die Köpfe der Politik und Bevölkerung vor Ort hinweg entschieden wurde. Kritisch hinterfragt der Autor zudem die Auswirkungen der Reform, etwa inwieweit bei der Bevölkerung eine neue Identität in den neu gegründeten Kommunen entstanden ist. 

Zur Pressemitteilung.

 

Ausstellung Queer Münster. Eine andere Geschichte der Stadt

In den 1970er und 1980er Jahren war „queer“ noch kein gängiger Begriff in der Homosexuellenbewegung. Die Mehrheit bezeichnete sich als schwul oder lesbisch. Erst seit den 1990er Jahren wurden nicht nur immer mehr Transpersonen in der Bewegung sichtbar, sondern setzte sich auch der Begriff „queer“ als Selbstbezeichnung durch. Die Homosexuellenbewegung der 1970er und 1980er Jahre hat wichtige Grundlagen gelegt für die heutige Queere Community in Münster. Diese Ausstellung erzählt ihre Geschichte.

Die Ausstellung wurde entwickelt von den Studierenden des Seminars „Queere Geschichte(n) – Historiographie von Queerness“, das im Sommersemester 2022 an der WWU Münster stattfand.

Im Anschluss an die Eröffnung wird die Ausstellung vom 24. Oktober bis zum 5. November in der Stadtbücherei Münster zu sehen sein (Alter Steinweg 11, 48143 Münster). Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Claudia Kemper (claudia.kemper@lwl.org) und Dr. Julia Paulus (julia.paulus@lwl.org).

Der Flyer zur Ausstellung findet sich hier.

 

Workshop „Jenseits der Metropolen. Stadtgeschichte(n) von Mittelstädten und (kleineren) Großstädten 1945 bis heute“

Am 29. und 30.09.2022 veranstalten das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster den Workshop „Jenseits der Metropolen. Stadtgeschichte(n) von Mittelstädten und (kleineren) Großstädten 1945 bis heute“

Der Workshop möchte einen Erfahrungsaustausch anregen und Machbarkeiten und Grenzen stadtgeschichtlicher Forschung sowie neue Perspektiven der Stadtgeschichte im Spannungsfeld von Forschung und Vermittlung erörtern. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt der Beiträge auf dem Nordwesten der („alten“) Bundesrepublik, wobei punktuell regionale und transnationale Vergleiche gezogen werden. Die Veranstaltung findet in Präsenz statt. Eine Online-Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung unter christoph.lorke@lwl.org möglich.

Workshop-Programm „Jenseits der Metropolen. Stadtgeschichte(n) von Mittelstädten und (kleineren) Großstädten 1945 bis heute“ (nicht barrierefrei)

 

Geschichte schreiben – wie Historiker:innen arbeiten: LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte veröffentlicht sechsteilige Serie

Luftlöcher starren, ungestört im Elfenbeinturm hocken, dicke Bücher schreiben: In der Serie „Geschichte schreiben – wie Historiker:innen arbeiten“ stellt das Team des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte seinen Berufsalltag vor und räumt mit hartnäckigen Vorurteilen auf. Ob spannende Forschungen über ein rotes Fotoalbum und dessen Geschichte von einer ukrainischen Zwangsarbeiterin und einem ukrainischen Kriegsgefangenen, Hintergründe zu den Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft oder die Herausforderungen beim Aufschreiben der Gütersloher Stadtgeschichte – die sechs Serienteile geben Einblicke in die Arbeit von Historiker:innen.

Zu den Beiträgen der Serie „Geschichte schreiben – wie Historiker:innen arbeiten“

 

Kurorte in der Region: Tagung über die kulturelle und mediale Repräsentation von Kurorten

Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und die Schaumburger Landschaft veranstalten am 22. und 23. September 2022 in Bad Nenndorf die Tagung „Kurorte in der Region. Gesellschaftliche Praxis, kulturelle Repräsentationen und Gesundheitskonzepte vom 18. bis 21. Jahrhundert“. Ziel der Veranstaltung ist es (gesundheits-)politische, wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte in einer Langzeitperspektive auf neuartige Weise zusammenzubinden. Um Anmeldung bis zum 15. September 2022 wird per E-Mail an Sabine Meyer (meyer@schaumburgerlandschaft.de) gebeten.

Zum Programm der Tagung „Kurorte in der Region“

 

Neue Podcast-Folge: „Die Reformen waren ein Weg voller Widerstände“

Seit Ende der 1960er-Jahre standen Anstalten wie Psychiatrien sowie Heime der Jugendhilfe und des Behindertenwesens in der Kritik. Sie galten als starres Instrument der Sozialpolitik, als totale Institutionen und Widerspruch zu zeitgemäßen Lebensformen. Mit dem jetzt veröffentlichten Sammelband „Ende der Anstalten?“ bietet das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte erstmals einen systematischen Überblick über die Deinstitutionalisierung dieser Einrichtungen. Dr. Wilfried Rudloff, Mitherausgeber des Bandes, gibt in der zwölften Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ Einblicke in das Buch.  

Zur Podcast-Folge „Die Reformen waren ein Weg voller Widerstände“

 

Forschungsbericht 2020/21 erschienen

Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte veröffentlicht seit 2016 alle zwei Jahre seine wissenschaftlichen Forschungen sowie das Publikations- und Veranstaltungsprogramm in einem Forschungsbericht. Die vierte Ausgabe ist jetzt erschienen.

Zum barrierefreien Forschungsbericht 2020/21

 

Beitrag im Archivar über Frauen- und Geschlechterforschung

Julia Paulus untersucht in ihrem Beitrag „‚Frauen‘ ungelöst. Frauen- und Geschlechterforschung in und mit Archiven“ (in: Archivar (2022) Heft Mai, S. 144f), auf welche Weise Forschende geschlechtergeschichtlich inspirierte Themen in Archiven untersuchen können, um Ungleichheiten, Abgrenzungen, Grenzverletzungen sowie eroberte Freiräume auf die Spur zu kommen.

Zum Beitrag „‚Frauen‘ ungelöst“

 

Das Ende der Anstalten?
Publikation über den Wandel von Psychiatrien und Heimen seit den 1970er-Jahren

Seit Ende der 1960er-Jahre standen Anstalten wie Psychiatrien sowie Heime der Jugendhilfe und des Behindertenwesens in der Kritik. Sie galten als starres Instrument der Sozialpolitik, als totale Institutionen und Widerspruch zu zeitgemäßen Lebensformen. Mit dem jetzt veröffentlichten Buch „Ende der Anstalten? Großreinrichtungen, Debatten und Deinstitutionalisierung seit den 1970er-Jahren“ bietet das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte erstmals einen systematischen Überblick über die sogenannte Deinstitutionalisierung dieser Einrichtungen.

Zur Pressemitteilung „Das Ende der Anstalten?“

 

Blog-Beitrag „Quellen gesucht zur ‚Wende in Westfalen‘“ veröffentlicht

Die jüngere deutsche Zeitgeschichte ist maßgeblich geprägt von den revolutionären Umbrüchen 1989 in der DDR und durch ihren Beitritt zur Bundesrepublik ein Jahr später. „Die Wende“ wird seitdem von Jahr zu Jahr gefeiert, aber auch diskutiert. Gegenwärtig stehen insbesondere die langfristigen Folgen der Wende für die Menschen in Ostdeutschland im Mittelpunkt. Neben der erinnerungspolitischen Relevanz verbindet sich mit diesem Fokus auch das Bedürfnis, aktuelle politische Entwicklungen in Ostdeutschland nachvollziehen können. Gibt es ein ähnliches Bedürfnis mit Blick auf Westdeutschland? Diese Frage wirft Claudia Kemper in ihrem Forschungsprojekt „Die Wende in Westfalen. Aneignungen und Deutungen im anderen Deutschland seit 1989/90“ auf. Für die Suche nach (neuen) Quellen nutzt Claudia Kemper unter anderem das Blog des LWL-Archivamtes und hat dort einen Beitrag veröffentlicht.

Zum Beitrag „Quellen gesucht zur ‚Wende in Westfalen‘“

 

Projektvorstellung „Gütersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt 1945 bis 2025“

Der Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh lädt alle Interessierten am Donnerstag, 5. Mai, ab 17 Uhr zur ersten Geschichtswerkstatt im Jahr 2022 in das Bambi-Kino Gütersloh ein.

„Gütersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt 1945 bis 2025“, so lautet der Titel des aktuell durchgeführten Projektes zur Stadtgeschichtsschreibung. Das Vorhaben betrachtet die verschiedensten Facetten und Wandlungen der Stadt und Stadtgesellschaft: von der unmittelbaren Nachkriegszeit, dem Aufbau und des Wirtschaftswunders, von Strukturwandel und Globalisierung, der Übergang der industriellen Moderne in die „Spät- und Postmoderne“ bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Dabei soll jedoch nicht nur die wissenschaftliche Aufarbeitung, sondern auch die öffentliche Auseinandersetzung gefördert werden. Gütersloher:innen sollen sich aktiv beteiligen und einbringen können.
Gemeinsam mit dem Team rund um den Projektleiter PD Dr. Christoph Lorke sollen diese Themen und das Projekt mit seinen verschiedensten Möglichkeiten für die Bürger:innen vorgestellt werden.

Der Fachbereich Kultur der Stadt Gütersloh freut sich über zahlreiche Anmeldungen. Hierzu wenden Sie sich bitte an Felix Tiemann, der unter Felix.Tiemann@guetersloh.de und 05241/82 3656 oder 0176/118 64 150 zu erreichen ist.

Weitere Infos zur Projektvorstellung „Gütersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt 1945 bis 2025“

 

Rechte Gewalt nach 1945: Vortrags- und Diskussionsreihe „Mittwochsgespräche“

Bei der Vortrags- und Diskussionsreihe „Mittwochsgespräche“ der Villa ten Hompel steht im Kalenderjahr 2022 das Thema „Rechte Gewalt nach 1945“ im Fokus. Hochkarätige Wissenschaftler:innen präsentieren ihre neuesten Forschungen und Werke.

Die Veranstaltungen finden im Saal der Villa ten Hompel statt. Interessierte können außerdem online über Zoom teilnehmen. Der Zugangslink zum Zoom-Meeting wird rechtzeitig auf der Webseite der Villa ten Hompel veröffentlicht.

Die Termine:

Mittwoch, 18. Mai, 19 Uhr
Skandale in Uniform: Radikale Rechte in der Bundeswehr und NVA (1955/56–1998)

Jakob Saß (Potsdam)

Weitere Informationen zum Mittwochsgespräch „Skandale in Uniform: Radikale Rechte in der Bundeswehr und NVA (1955/56–1998)“

Mittwoch, 15. Juni, 19 Uhr
Damit wir atmen können: Migrantische Stimmen zu Rassismus, rassistischer Gewalt und Gegenwehr

Kemal Bozay / Serpil Güner / Orhan Mangitay / Funda Göçer (Köln)

Weitere Informationen zum Mittwochsgespräch „Damit wir atmen können: Migrantische Stimmen zu Rassismus, rassistischer Gewalt und Gegenwehr“

In Kooperation mit: Evangelisches Forum Münster e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie im Münsterland e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

 

Projektseminar am Historischen Seminar der WWU: ‚Queere Geschichte(n)‘ – Historiographie von Queerness

Das Forschungsfeld Queer History ist international längst etabliert, wird aber von der deutschen Geschichtswissenschaft kaum wahrgenommen. Queer History umfasst Studien, die den Wandel sexueller Subjektivitäten, Praktiken und Diskurse seit 1945 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts untersuchen und die Bedeutung nicht-normativer Sexualitäten und Geschlechter für die Produktion sexueller Normen herausstellen. Im Mittelpunkt steht damit die Geschichte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und intersexuellen Menschen (LSBTI) und darüber hinaus von nicht-normativen Sexualitäten und Geschlechtern. Im Seminar wird zudem ein besonderes Jubiläum zum Anlass genommen, um zeithistorische Debatten zu thematisieren. Denn lange vor dem ersten offiziellen CSD in Deutschland fand im April 1972 in Münster die erste lesbisch-schwule Demonstration statt. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, Queer History mit Lokal- und Regionalgeschichte zu verbinden und zu diskutieren. Im Rahmen des Seminars, das im Sommersemester 2022 am Historischen Seminar der WWU stattfindet, werden wir unter anderem mit bislang unbekannten Quellen arbeiten, um eine Ausstellung zu entwickeln, die „Queere Geschichte(n) in und aus Münster“ sichtbar machen soll.

Zur Seminar-Beschreibung „‚Queere Geschichte(n)‘ – Historiographie von Queerness“

 

Gefährdete Demokratie. Rechtskatholizismus in der Weimarer Republik – Fachtagung für Multiplikator:innen

(19.–21. Mai 2022 in Herzogenrath)

Die wissenschaftliche Fachtagung fragt mit besonderem Augenmerk auf das Rheinland und Westfalen nach Schwerpunkten und Netzwerken von rechtskatholischen Akteuren, nach Verbindungen in die deutsche Amtskirche, aber auch in den Vatikan, nach ihrer tatsächlichen Relevanz für das Ende der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung der NS-Diktatur, nach ihrer Funktion als „Brückenbauer“ zwischen Katholischer Kirche und NS-Ideologie und schließlich nach den historischen Kontinuitäten zur „Neuen Rechten“ der Bundesrepublik bis zu den rechtspopulistischen Ideologien der Gegenwart.

Zum Programm der Fachtagung „Gefährdete Demokratie. Rechtskatholizismus in der Weimarer Republik“

 

„Was ist schon normal?“ – Veranstaltungsreihe „Drehbuch Geschichte“ zum Thema Psyche und Gesellschaft im Film

Verstoßen, verzweifelt und verbogen – Menschen, die teils extreme Erfahrungen gemacht haben, prallen auf starre gesellschaftliche Strukturen. Aber „Was ist schon normal?“ Unter diesem Titel präsentiert die Filmreihe „Drehbuch Geschichte“ im Jahr 2022 ausgewählte Spielfilme zum Thema „Psyche und Gesellschaft im Film“. Die Reihe zeigt vom 5. April bis 25. Mai sieben Filme, die den gesellschaftlichen Umgang mit psychischen Erkrankungen, Krisen und Traumata schildern. Veranstalter sind neben dem LWL-Medienzentrum für Westfalen und dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte auch der Verein „Die Linse e.V.“, der Geschichtsort Villa ten Hompel, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.“. 

Zur Pressemitteilung der Filmreihe „Drehbuch Geschichte“

 

„Geschichte und Erinnerung“: Wanderausstellung des Bundesarchivs und Vortragsreihe beleuchten im LWL-Landeshaus die Arbeit mit Quellen

Kann man im Bundesarchiv Unterlagen über die eigene Familie finden? Wer darf wann und wo Akten anschauen? Lassen sich anhand historischer Quellen „Fake News“ entlarven? Und warum kann man nicht alle historischen Quellen sofort digitalisieren? Die Wanderausstellung „Geschichte und Erinnerung“ des Bundesarchivs und der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. Sie ist von Montag (4.4.) bis Donnerstag (14.4.) im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Freiherr-vom-Stein-Platz 1, in Münster zu sehen. Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Dazu passend veranstaltet das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte eine Vortragsreihe, die die Archive und deren Bestände in Münster und Umgebung vorstellt. Die Veranstaltungen finden jeweils in Präsenz im Plenarsaal des LWL-Landeshauses statt.  

Weitere Information über die Ausstellung und die Termine der Vortragsreihe

 

Vortrag und Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Jahrestagung des Brauweiler Kreises und Abschluss der Vortragsreihe „Seuchen zwischen Rhein und Weser“

Donnerstag, 03.03.2022, 18 bis 19.30 Uhr (per Zoomkonferenz): „Corona als Geschichte unserer Gegenwart. Bilanz und Perspektiven zukünftiger Forschungen“
Die Vortragenden und Diskutanten: Prof. Dr. Christian Bunnenberg (Ruhr-Universität Bochum), Dr. Dagmar Hänel (Landschaftsverband Rheinland, Bonn), Dr. Antje Diener-Staeckling (LWL-Archivamt, Münster), Prof. Dr. Malte Thießen (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte)

Informationen zur Jahrestagung und zur Anmeldung

 

Vortragsreihe „Seuchen zwischen Rhein und Weser: Geschichte der unsichtbaren Gefahr in Nordrhein-Westfalen“

Mittwoch, 23.02.2022, 18 Uhr: digitaler Vortrag „Impfen oder nicht? Die Geschichte der Grippeschutzimpfung in Deutschland bis in die 1970er Jahre“ von PD Dr. Wilfried Witte, Klinik für Anästhesiologie, Abteilung für Schmerzmedizin, Ev. Klinikum Bethel Bielefeld, Medizinische Fakultät OWL

Informationen zur Vortragsreihe und der Zoom-Link

 

Online‐Buchvorstellung „Auf Abstand“

Institutsleiter Malte Thießen stellt am Mittwoch, 26.01.2022, um 19 Uhr sein Buch „Auf Abstand: Eine Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie“ vor. Die Online-Veranstaltung wird vom Stadtarchiv Stuttgart organisiert.

Zur Anmeldung der Online-Buchvorstellung

 

Vortragsreihe „Seuchen zwischen Rhein und Weser: Geschichte der unsichtbaren Gefahr in Nordrhein-Westfalen“

Donnerstag, 20.01.2022, 18 Uhr: digitaler Vortrag „Meschede, Monschau und anderswo. Lokale Pockenausbrüche im späten 20. Jahrhundert, ihre Bekämpfung und deren Nebenwirkungen“ von Prof. Dr. Eberhard Wolff, Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie, Universität Basel

Informationen zur Vortragsreihe und der Zoom-Link

 

Vortragsreihe „Seuchen zwischen Rhein und Weser: Geschichte der unsichtbaren Gefahr in Nordrhein-Westfalen“

Donnerstag, 13.01.2022, 18 Uhr: digitaler Vortrag „So haben die Totengräber daheim nicht weniger Arbeit als draußen im Feld“ von Georg Mölich, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte

Informationen zur Vortragsreihe und der Zoom-Link

 

Geschichte in Echtzeit schreiben: Vortrag über die Coronageschichte

Zeitgeschichte ist, wenn Geschichte noch qualmt. Aber was machen wir, wenn die Geschichte noch brennt? Wie also schreibt man eine Geschichte der Coronapandemie? Und was bringt eine solche Geschichte überhaupt – ist ihre Halbwertszeit nicht viel zu kurz? Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt des Vortrags „Coronageschichte: Von den Chancen und Schwierigkeiten, Geschichte in Echtzeit zu schreiben“ von Malte Thießen, der zwei Schwerpunkte setzt. Erstens werden einige zentrale Befunde historischer Forschungen zu Corona vorgestellt, um eine Gesellschaftsgeschichte der aktuellen Pandemie zu skizzieren. Zweitens nimmt Malte Thießen diese Skizze zum Anlass, um über Potenziale und Probleme einer Geschichte der Gegenwart nachzudenken. Malte Thießen versteht Corona also nicht nur als ganz besonders aktuelle Seuchengeschichte, sondern ebenso als Impuls für Zeithistoriker:innen, um über die Vor- und Nachteile der Forschungen ins Gespräch zu kommen.

Der Vortrag findet am 13. Januar von 15 bis 16.30 Uhr via Zoom statt und ist Teil des Onlinekolloquiums „Public Health“ des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden. Für die Anmeldung wenden Sie sich bis zum 11. Januar bitte unter Angabe Ihres vollständigen Namens an Linda Fleck (Sekretariat: hait@msx.tu-dresden.de). Der Registrierungslink wird Ihnen separat einige Tage vor Beginn der Veranstaltung zugesandt.

Informationen zum Vortrag und Anmeldung

 

Zweite Auflage des Bandes „Der lange Abschied von der Macht“ erschienen

Bereits nach wenigen Monaten war die erste Auflage des Bandes „Der lange Abschied von der Macht. Adel in Westfalen 1800-1970“ ausverkauft. Nun ist die Publikation in der zweiten Auflage erschienen.

Zum Band „Der lange Abschied von der Macht. Adel in Westfalen 1800-1970“

 

Beitrag über Geschlechter-Räume und Demokratie erschienen

Nach Diktatur und Weltkrieg verlief der Aufbau der Demokratie in der Bundesrepublik zunächst in besonderem Maße über die Wiederherstellung einer eindeutigen bipolaren Geschlechterordnung, in deren Zentrum die Zuweisung von Frauen wie Männern in scharf voneinander geschiedene, geschlechtsspezifische Räume stand. Der politische Raum gehört dabei sowohl in seiner inhaltlichen wie formalen Bestimmung bis heute zu den sicherlich am stärksten umkämpften. Julia Paulis verdeutlicht in dem Beitrag „Geschlechter-Räume und Demokratie“, das kulturelle, soziale und politische Räume stets durch zeitgenössisch vorherrschende Geschlechternormen sowie -ordnungen bestimmt sind. Der Beitrag ist in „Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte“, Band 69 (2021), Heft 4, erschienen.

Zum Beitrag „Geschlechter-Räume und Demokratie“

 

Vom Dorf in die Stadt ist es weiter als von hier bis New York: Beteiligung am Internetprojekt „Angekommen in Gelsenkirchen“

Im Rahmen des Internetprojektes „Angekommen in Gelsenkirchen. Migrationsgeschichten aus vier Generationen“ verfasste Julia Paulus einen Einführungsbeitrag mit dem Titel „Vom Dorf in die Stadt ist es weiter als von hier bis New York“.

Zum Beitrag „Vom Dorf in die Stadt ist es weiter als von hier bis New York“

 

Beitrag über Naherholung und Ferien am Wasser erschienen

Matthias Frese beleuchtet in seinem Beitrag „Ausflug, Naherholung und Ferien am Wasser“ die Herausbildung und Entwicklung des modernen Tourismus und Freizeitvergnügens im 20. und 21. Jahrhundert am Beispiel des Badetourismus am Möhnesee im Sauerland. Diese ursprünglich zur Wasserversorgung geschaffenen Stauseen entwickelten sich rasch von zunächst umstrittenen und umkämpften, dann ausgebauten und geförderten Ausflugs- und Naherholungsorten vor allem für die Bevölkerung des Ruhrgebietes. Der Beitrag ist Teil des Themenbandes „Wasser im Westen“ der Zeitschrift „Geschichte im Westen. Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte“ Band 36, 2021, die vom Brauweiler Kreis für Landes- und Zeitgeschichte herausgegeben wird.

Zur Ausgabe „Geschichte im Westen. Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte“

 

Beiträge über Impfprogramme in Deutschland erschienen

Beim Impfen geht es nie nur um die Gesundheit des Einzelnen, sondern immer auch um die gesamte Gesellschaft: Wer ist besonders schutzwürdig, wer eine besondere Bedrohung? Wer entscheidet über die Zuteilung von Impfstoffen? Und wer bestimmt über den Körper – der Staat oder der Einzelne? In zwei Beiträgen im „Research-Forum von Historical Social Research“, HSR 46 (2021), Heft 4, spürt Malte Thießen den sozialen Voraussetzungen und Folgen von Impfprogrammen in Deutschland im Verlauf von mehr als 150 Jahren nach. Der erste Beitrag zeichnet die Geschichte des Impfens im 19. und 20. Jahrhundert nach, der zweite Beitrag lenkt den Blick auf aktuelle Entwicklungen und Impfprogramme gegen Covid-19. Diese Geschichte des Impfens eröffnet Einblicke in den gesellschaftlichen Wandel in der Moderne mit all ihren Ambivalenzen. Einerseits gaben Impfungen ein großes Sicherheitsversprechen, andererseits schürten Impfungen neue Sorgen und Ängste.

Zum Beitrag „Security, Society, and the State: Vaccination Campaigns in 19th and 20th Century Germany“

Zum Beitrag „Immunity as Relativity: German Vaccination Campaigns and Debates in Times of COVID-19“

 

Vortragsreihe „Seuchen zwischen Rhein und Weser: Geschichte der unsichtbaren Gefahr in Nordrhein-Westfalen“

Dienstag, 7.12.2021, 18 Uhr: digitaler Vortrag „Sicherheit durch die Spritze: Impfen, bangen und hoffen in NRW vom 20. bis ins 21. Jahrhundert“ von Prof. Dr. Malte Thießen, LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

Informationen zur Vortragsreihe und der Link zum YouTube-Livestream

 

Neuer Band der Westfälischen Forschungen erschienen

Der Themenschwerpunkt der Westfälischen Forschungen „Hunger, Nahrungsmangel und Protest in regionaler Perspektive“ beschäftigt mit Phasen des Nahrungsmangels in Westfalen, aber auch vergleichend mit anderen Regionen. Gefragt wird nach regionalen Spezifika von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, nach den verschiedenen Medien der Verarbeitung von Hunger- und Noterfahrungen.

Zu dem Band 71 (2021)

 

Vortragsreihe „Seuchen zwischen Rhein und Weser: Geschichte der unsichtbaren Gefahr in Nordrhein-Westfalen“

Dienstag, 30.11.2021, 18 Uhr: digitaler Vortrag „Michel aus Gelsenkirchen? Typhus, Trinkwasser und Streit um die richtige Hygiene im frühen 20. Jahrhundert“ von Prof. Dr. Heiner Fangerau, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Informationen zur Vortragsreihe und der Zoom-Link

 

Online-Workshop: „Re/Präsentation: Visuelle Überlieferung sowjetischer Kriegsgefangenschaft und Zwangsarbeit“

Freitag, 26.11.2021, 10 bis 17.30 Uhr: Der Workshop diskutiert am Beispiel des Stalag 326 Perspektiven, Potentiale und Fallstricke im Umgang mit historischer Fotografie.

Informationen zum Online-Workshop

 

Rezension über den Sammelband „Willkommenskulturen? Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft der Bundesrepublik“

Zur Rezension auf H-Soz-Kult