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Podcast-Reihe

„Regionalgeschichte auf die Ohren“

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Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ Logo: LWL

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„Corona ist ein Verstärker für tiefgreifende soziale Veränderungen“

Im Frühjahr 2020 veränderte sich unsere Welt. Wir lebten im Lockdown und arbeiteten im Homeoffice. Wir gingen auf Distanz zur Familie und zu Freunden. Wir suchten nach Nudeln, Hefe und Klopapier. Die Coronapandemie führte zu massiven Verwerfungen in der Wirtschaft und Wissenschaft, in Parlamenten, in den Medien und sozialen Netzwerken, in der Außenpolitik ebenso wie im Alltag. Wie hat die Pandemie unsere Gesellschaft verändert? Stellt Corona eine Zäsur dar? Was wird von der Pandemie bleiben? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Malte Thießen, Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, in der elften Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“.

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Coronapandemie: Wir suchten nach Nudeln, Hefe und Klopapier. Foto: LWL/Malte Thießen

„Wohnraum nimmt bei einer gelungenen Integration einen sehr großen Stellenwert ein“

Mit dem Forschungsprojekt „Migration, Wohnen und ‚Integration‘ im ländlichen Raum 1975 bis 2000“ untersucht Dr. Jens Gründler, wissenschaftlicher Referent im LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, die Wohnverhältnisse und Ankunftsquartiere migrantischer Gruppen im ländlichen Westfalen. Welchen Stellenwert nimmt der Wohnraum für eine gelungene Integration auf dem Land ein? Diese und weitere Fragen beantwortet der Historiker in der zehnten Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ am Beispiel der Hochhaussiedlung „Dammanns Hof“ in Harsewinkel (Kreis Gütersloh).

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Die Hochhaussiedlung „Dammanns Hof“ in Harsewinkel ist ein Beispiel für die Bedeutung des Wohnraums bei der Integration. Foto: Daniel Brockpähler

„Es wurden sehr unterschiedliche Willkommenskulturen gelebt“

Welche Willkommenskulturen gab es in der Nachkriegszeit und in der frühen Bundesrepublik gegenüber Flüchtlingen und Vertriebenen? Dieser Frage gehen die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes „Willkommenskulturen? Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft der Bundesrepublik“ (Forschungen zur Regionalgeschichte Bd. 86) nach. Sie zeigen anhand von lokalen und regionalen Beispielen die Erinnerungsgeschichten von Integrationsbemühungen und Abgrenzungsverhalten der Aufnahmegesellschaften gegenüber Flüchtlingen und Vertriebenen auf. Mitherausgeber Dr. Matthias Frese erklärt in der neunten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, wie eine wertschätzende Integration gelingen kann und welchen Beitrag die Geschichtswissenschaft zu der immer noch aktuellen Flüchtlingsfrage leisten kann. 

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Der Band „Willkommenskulturen“ thematisiert die Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft. Foto: Stadtmuseum Oldenburg

„Die britischen Soldaten sind weitestgehend unter sich geblieben“

Fast 70 Jahre lang haben die britischen Streitkräfte Gebiete in Westfalen als militärische Stützpunkte genutzt. Diese langjährige Anwesenheit des britischen Militärs in der Region steht für eine weltgeschichtlich ausgesprochen seltene Konstellation: für den allmählichen Rollenwechsel vom Status einer Armee, die ursprünglich als Besatzungsarmee angetreten ist, zu einem militärischen Partner des Stationierungslandes. Auch die Größenordnung dieser Stationierung war und ist beachtlich: Zwischen 1945 und heute lebten mindestens 800.000 britische Soldaten einschließlich der Familienangehörigen in Westfalen und wahrscheinlich noch einmal 1,2 Millionen im benachbarten Rheinland und in Niedersachsen. Im Jahr 2010 kündigte die Regierung Cameron den vollständigen Abzug des britischen Militärs an, der 2020 abgeschlossen sein soll. Dr. Thomas Küster, wissenschaftlicher Referent im LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, erläutert in der achten Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ die Bedeutung Westfalens als Standort für das britische Militär.

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Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte stehen die sogenannten „Briten-Immobilien“ in Münster zum Verkauf. Foto: © LWL-Medienzentrum für Westfalen

„Seuchen schüren gewaltige Ängste, weil sie potenziell jeden treffen können“

Das neuartige Coronavirus „SARS-CoV-2“ breitet sich auch in Deutschland weiter aus. Es werden immer mehr Schutzmaßnahmen ergriffen. Veranstaltungsabsagen, die Schließung von Schulen, Kitas und Museen, Hamsterkäufe in Supermärkten: Das öffentliche Leben kommt mehr und mehr zum Erliegen. Die Unruhe in der Bevölkerung nimmt zu. In der siebten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte erklärt Prof. Dr. Malte Thießen, Historiker und Leiter der LWL-Forschungseinrichtung, woher die Angst vor Seuchen kommt, welche historischen Beispiele es gibt und warum Seuchen ein Seismograf des Sozialen sind.

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Podcast „Seuchen schüren gewaltige Ängste, weil sie potenziell jeden treffen können“ Foto: pixabay.com/mattthewafflecat

„Ohne Zwangsarbeit wäre die deutsche Kriegswirtschaft vermutlich zusammengebrochen“

Das Stammlager – Stalag – 326 (VI K) in der Senne bei Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis Gütersloh war von 1941 bis 1945 Deutschlands größtes Lager für sowjetische Kriegsgefangene. Es diente als Rekrutierungs- und Durchgangslager für mehr als 300.000 Rotarmisten, die Zwangsarbeit im Ruhrbergbau leisten mussten. Die Lebensbedingungen und hygienischen Zustände waren katastrophal. Allein in den letzten drei Monaten des Jahres 1942 starben rund 5.000 Gefangene – so viele wie in keinem anderen Lager im Deutschen Reich. Jens Hecker, wissenschaftlicher Mitarbeiter, schildert in der sechsten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte welche Bedeutung das Stalag 326 (VI K) für die Nationalsozialisten hatte, was nach 1945 mit dem Lager geschah und warum der Ort – unterstützt vom LWL – zu einer bundesweiten Gedenkstätte ausgebaut werden soll.

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Das Stalag – 326 (VI K) in der Senne Foto: LWL-Medienzentrum für Westfalen/Dr. Hugo Lill

„Der Ruhraufstand war eine direkte Reaktion auf den Putsch in Berlin“

Die Konflikte der jungen Weimarer Republik wurden sowohl in den parlamentarischen Versammlungen als auch auf der Straße mit der Waffe in der Hand ausgetragen. Sie eskalierten bis zum Bürgerkrieg. Im März 1920 schlossen sich im östlichen und im rechtsrheinischen Ruhrgebiet die Gegner der antirepublikanischen Putschisten um Kapp und Lüttwitz zusammen. Historiker und Autor Prof. Dr. Rainer Pöppinghege spricht in der fünften Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte über sein Buch „Republik im Bürgerkrieg. Kapp-Putsch und Gegenbewegung an Ruhr und Lippe 1919/20“.

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Die Zeitfreiwilligen haben gegen die „Rote Ruhrarmee“ gekämpft. Foto: Stadtarchiv Hamm

„Man hat alles getan, um die Taten zu verschleiern“

Zwischen dem 21. und 23. März 1945 – kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs – verübten Angehörige von Waffen-SS und Wehrmacht zwischen Warstein und Meschede im Sauerland eines der größten Kriegsendphaseverbrechen in Deutschland. Hans Kammler, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, ließ an drei Stellen im Arnsberger Wald 208 polnische und russische Zwangsarbeiter ermorden. Dr. Marcus Weidner berichtet in der vierten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte über die wissenschaftliche Aufarbeitung der Ereignisse.

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Dr. Marcus Weidner erforscht im Sauerland eines der größten Kriegsendphaseverbrechen. Foto: LWL/Kathrin Nolte

„Es ging um den Protest am Establishment“

Verschnarchte Provinz versus revolutionäre Großstadt? Angesichts des 50-jährigen Jubiläums der 68er-Bewegung fragt der Band „‚Bewegte Dörfer‘. Neue soziale Bewegungen in der Provinz 1970-1990“ (Forschungen zur Regionalgeschichte Bd. 83) danach, ob es die „68er“ auch außerhalb der Metropolen wie Frankfurt, Berlin oder München gab. Herausgeberin Dr. Julia Paulus erläutert in der dritten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte was die Protestbewegung in Kleinstädten und auf dem Land charakterisierte und warum eine regionale Forschungsperspektive sinnvoll ist.

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Leben abseits des Normalen: Seit Ende der 1960er Jahre wurden zahlreiche Landkommunen und Ökodörfer gegründet. Foto: Aniko Häder

„Es ist ein Spiegel unseres Nationalgefühls“

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am 8. Juli 2018 das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) wiedereröffnet. Die 122 Jahre andauernde Historie des Monuments ist wechselhaft. In der zweiten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte spricht Institutsleiter Prof. Dr. Malte Thießen über die Bedeutung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals und warum es gesellschaftspolitisch wichtig ist, sich kritisch damit auseinanderzusetzen.

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Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal Foto: WLV

„Die Vergangenheit ragt in die Gegenwart“

Warum ist der politische und historische Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus auch noch heute gesellschaftlich relevant? Wie hat sich die Erinnerungskultur seit 1945 verändert? In der ersten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte spricht Mitherausgeber Dr. Matthias Frese über den Band „Verhandelte Erinnerungen. Der Umgang mit Ehrungen, Denkmälern und Gedenkorten nach 1945“ (Forschungen zur Regionalgeschichte Bd. 82).

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Der Umgang mit Ehrungen, Denkmälern und Gedenkorten ist bis heute gesellschaftlich relevant. Foto: Wolfram P. Kastner