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Geschichte des modernen Tourismus in Westfalen (19. - 21. Jahrhundert)

Bearbeiter: Matthias Frese

Wer heutzutage in Urlaub fährt, unternimmt dies in Deutschland zumeist ganz selbstverständlich. Der Tourismus ist ungeachtet aller Krisen eine Boombranche. In historischer Perspektive stellt touristische Mobilität allerdings keine Selbstverständlichkeit dar. Reisen waren mit vielfachen Strapazen verbunden. Zudem konnte sich Reisen zur Unterhaltung oder Bildung bis weit ins 19. Jahrhundert in der Regel nur eine kleine vermögende Schicht aus dem Adel und dem Großbürgertum leisten. Urlaubsreisen in größerer Zahl von Menschen aus allen sozialen Schichten lassen sich in Deutschland erst seit dem späten 19. Jahrhundert und besonders seit den 1920er Jahren beobachten.

In dem Projekt werden einzelne Etappen bei der Herausbildung und der Entwicklung des modernen Tourismus vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart näher untersucht. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Entwicklungen innerhalb von Westfalen-Lippe.

Geplant sind mehrere Beiträge und eine Überblicksstudie zur touristischen Entwicklung in westfälischen, lippischen und rheinländischen Teilregionen und Städten sowie zu anderen Ferienregionen, zur Tourismuswirtschaft und zur Strukturpolitik in Nordrhein-Westfalen sowie zum Tourismus aus den Niederlanden.

Das Projekt ist Teil des Forschungsschwerpunkts „Westfalen.70-20“.

Die Forschungen knüpfen an zahlreiche Publikationen und Vorträge des Bearbeiters zur Tourismusgeschichte an.[1]

 

[1] Mit weiteren Angaben s. Historische Tourismusforschung in Westfalen: Entwicklung des Tourismus, Quellenlage, Forschungsstand und Perspektiven, in: Archivpflege in Westfalen-Lippe. Hrsg. LWL-Archivamt für Westfalen 82 (2015), S. 6-15.

Tourismusregion Sauerland: Werbung des Landesverkehrsverbandes Westfalen in den 1930er Jahren. Foto: LWL-Archivamt für Westfalen